Sinnliche Orchideenblüten

Texte und Literatur zu Tantra

Texte

Sheela-na-gig – Irisch-keltische Göttin des Schutzes, der Geburt, des Todes, der Fruchtbarkeit, der Lebensfreude und der weiblichen Kraft

Vor rund 2000 Jahren noch gab es Göttinnen wie die keltische Sheela-na-gig, die ihren Schoß als magischen Ort der Verehrung und Anbetung darbot, oder die griechische Baubo, die als personifizierte Yoni mit ihren humorvollen und saftigen Witzen alles um sie herum zum Lachen brachte. Heute klagen immer mehr Frauen über Unterleibsschmerzen oder fühlen sich von ihrem Unterleib abgeschnitten, leiden an Vaginalentzündungen oder kämpfen gar mit Gebärmutterkrebs. Aus unserem einst geheiligten Schoßraum ist ein Ort des Kampfes, ein Platz voll Wut, Schmerz, Resignation und Trauer geworden – und das allzu oft ohne daß es uns überhaupt bewußt ist. Wo ist unser Lachen geblieben? Unsere Freude an einer erfüllten Sexualität? Unsere Lust, die natürlich und schön aus uns strömt?

Wir Frauen tragen das Erbe der Frauen vor uns in unserem Schoß und damit auch das Erbe unserer Kulturgeschichte, im Positiven wie im Negativen. Nicht nur der Humor der Baubo wohnt tief in uns verborgen, sondern auch der Schmerz und die Tränen der Generationen von Frauen, die Unterdrückung, Gewalt und Kampf gegen das Weibliche erfahren haben.

Unser Schoß verlangt nach Heilung. Viele Unterleibskrankheiten sind ein verzweifelter Ruf um Aufmerksamkeit, um Zuwendung zu unserer Geschichte und ihrer Heilung und zu unseren tieferen Sehnsüchten.

Eine Yoniheilmassage gibt die Möglichkeit, Licht ins Dunkle des Schoßes zu bringen, die Schlacken der Geschichte zu reinigen und uns mit der Essenz unserer Weiblichkeit wiederzuverbinden. Durch die liebevolle und achtsame Berührung im Außen- und Innenbereich der Yoni können alte Blockaden gelöst, angestaute Gefühle in Fluß gebracht und taube Stellen wieder erweckt werden. Unbewußtes kommt dadurch ins Bewußtsein und schlafende Erinnerungen werden wieder frei. Wenn unser Schoßraum von alten Belastungen befreit und gereinigt ist, gewinnen wir wieder Zugang zu dem, was die Yoni im Grunde ihres Wesens ist: ein Ort voll Zauber, Schönheit und Tiefe, voll Lust und Lebendigkeit, voll Lachen und Liebe. Ich wünsche mir, daß die Yonis der Frauen dieser Welt sich wieder an ihr Lachen erinnern und die Bäuche zu Leuchten beginnen.

Berührung, die meistvergessene Sprache – Osho

Massage ist etwas, das du wohl anfangen kannst, aber du wirst nie damit fertig sein. Es führt immer weiter und die Erfahrung geht ständig tiefer und tiefer, höher und höher. Massage ist eine der feinfühligsten Künste überhaupt. Es ist nicht nur eine Frage des Expertentums, es ist viel mehr eine Sache der Liebe. Lerne zuerst die Technik. Lernt die Technik und dann vergesst sie.

Dann fühlt einfach und bewegt euch aus dem Gefühl heraus. Wenn ihr tief in das Lernen einsteigt, werden 90 % der Arbeit durch die Liebe bewirkt, 10 % durch die Technik.

Schon durch die Berührung alleine, eine liebevolle Berührung, entspannt sich etwas im Körper. Wenn du liebevoll bist und für den anderen Menschen Mitgefühl empfindest und wenn du ihre innersten Werte fühlst, wenn du sie nicht so behandelst, als wären sie ein Mechanismus, den man reparieren muss, sondern eine äußerst wertvolle Energie; wenn du dankbar bist, dass sie dir vertrauen und es zulassen, dass du mit ihrer Energie spielst, dann wird es dir allmählich so vorkommen, als würdest du ein Instrument spielen. Der ganze Körper wird zum Instrument und du kannst fühlen, wie sich im Innern des Körpers Harmonie bildet.

Das wird nicht nur für den Anderen heilend sein, sondern auch für dich. Massage ist notwendig in der heutigen Welt, weil die Liebe nicht mehr vorhanden ist. Früher war allein die Berührung Liebender genug. Eine Mutter berührte ihr Kind, spielte mit seinem Körper und es war Massage. Der Ehemann spielte mit dem Körper seiner Frau und es war Massage; es war genug, mehr als genug, es war tiefe Entspannung und Teil der Liebe. Aber das ist heute auf der Welt verloren gegangen. Wir kennen nur noch Hektik und Stress. Allmählich haben wir vergessen, wo zu berühren, wie zu berühren und wie tief zu berühren. Und wirklich, Berührung ist eine der meistvergessenen Sprachen.

(…) Sei also andächtig. Berührst du den Körper eines Menschen, dann sei andächtig – so als wäre die Göttin selbst anwesend und du würdest ihr einfach dienen. Fließt mit der totalen Energie. Wenn immer du siehst, dass der Körper fließt und die Energie eine neue Harmonie schafft, wirst du ein Glücksgefühl erleben, wie nie zuvor. Du wirst in tiefe Meditation fallen. Wenn du massierst, tu nichts anderes als massieren.

Denke nicht an andere Dinge, denn sie sind Ablenkungen. Sei in deinen Fingern in deinen Händen als wäre dein ganzes Wesen, deine ganze Seele, anwesend. Lass es nicht nur eine körperliche Berührung sein. Dein ganzes Wesen fließt in den Körper des anderen, durchdringt ihn und entspannt die tiefsten Schichten. Und mach ein Spiel daraus. Tu es nicht wie Arbeit, mach ein Spiel daraus und habe Spaß daran. Lache und lass auch den Anderen lachen.

Literatur

Tao Yoga der heilenden Liebe

Mantak Chia

Tao Yoga des Heilens

Mantak Chia

Das Tao der Frau

Maitreyi D. Piontek

Gewaltfreie Kommunikation

Marshall Rosenberg

Tantra Eintauchen in die absolute Liebe

Daniel Odier

Das Buch der Geheimnisse

Osho

Kundalini und Tantra

Lilian Siburn

Unten Rum – Die Scham ist nicht vorbei

Claudia Haarmann

Hingabe und Ekstase

Michaela und Elmar Zadra

Zeit für Liebe

Diana Richardson

Zeit für Weiblichkeit

Diana Richardson

Zeit für Männlichkeit

Diana und Michael Richardson

Zeit für Gefühle

Diana und Michael Richardson

Weibliche Ejakulation und der G-Punkt

Deborah Sundal

Yoni-Massage

Michaela Riedl

Lingam-Massage

Michaela Riedl / Jürgen Becker